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04. 09.17 Schul- und Baubeginn, für alles


grosse Freunde

(v.l.n.r.:  Onkel aus Hong Kong, Architekt, aus Haiti_USA und meine Wenigkeit)

4. 9.17  Schulbeginn nach den Sommerferferien. Baubeginn für alles, zuerst für den Staat ohne „Präsident“ und Parlament, für  rote Wellbleche, die Baustellen,  verstecken sollen – ICH weiss nicht, was sich dahinter verbirgt. Die „Frankfurter Allgemeine“ weiss es: „Der Präsident lässt sich am Strand vor der Hauptstadt ein neues Anwesen bauen“ … 

Wir wissen es alle, wir arbeiten ja ohne Lohn. Wasser ist gratis, zum Glück gibt es genug, auch Anderes liefert Mutter Natur, man mus daraus nur etwas Essbares mahen können.

Bereits am nächsten Tag ist schulfrei, niemand arbeitet in der Stadt. Zum Gedenken an den „heutigen“ Katastrophentag von 1910, wir verschweigen das lieber und betonen die Chance, die sich daraus ergab: die Geburt der ESMONO, einer Schule für die Waisen-, Berg- und Strassenkinder! Ich habe Fritz und Melissa zu deren „Direktoren“ ernannt. Wie die sofort die Stimmung der Waisenkinder verzauberten, hat uns Fritz in einem unserer ältesten Videos gezeigt,  das er selbst mit dem „Telefon“ aufgenommen hat, das kann man heute. Da kann man wohl weder meckern noch weinen … 

Sei es wie es will, der Onkel aus Fernost, Archi Dani und Schulgründer Otti (obiges Bild ist älteren Datums) werden sich in diesen Tagen hier treffen und über die Probleme der ESMONO beraten. Deren sind nicht wenige. Der „Onkel“ unterstützt uns regelmässig in Sachen Ernährung und Gesundheit; auf Weihnacht kam wieder ein Container  mit „Mannapacks“ (Nahrungspaketen) zugunsten unserer Kinder und ihrer Familien, ausgesucht die ärmsten.

Die Festtage sind vorbei, statt Weihnachtskerzen leuchten wieder die Crupe-Solarlichter, ein Neubau beginnt. „WWWWW“ steht für WAS,  WER, WIE  WO und WORAUF. Die Schule wird neu aufgebaut. Zweischichtig aber auch baumässig, heisst architektonisch, in jeder Beziehung.

Der Anfang ist klar wie so oft, dürfte man meinen. Zuerst der Zweischichtbetrieb, zur Zeit haben wir 340 Schüler, die gute Lehrkräfte, Lehrbücher und knappsten Platz haben. Dass wir bei Zweischichtbetrieb Platzangebot und Zahlen verdoppeln könnten, habe ich auch schon geschildert. An „Angebot“ fehlt es nicht. Aber auch die Kosten für Lehrer und Lehrmittel würden sich erhöhen. Denk nur an die nun obligatorische Sekundarschule, deren Aufbau wird sicher noch Monate dauern. Auch für Einschreibung und Vorbereitungen müsste noch Zeit zugerechnet werden. Gesucht grössere Spender, etwa eine Stiftung mehr … Danke!

Die ESMONO, speziell Schulhaus 2, Zisternen und Wassersysteme bestehen, die Trinkwasser-Aufbereitungsanlage braucht nicht mehr viel, der Strom etwas mehr, auch an Kosten, vor allem die Nutzung erneuerbarer Energien ist vorgesehen, Licht und Wind.

BAU

(Juli 15)

NOCH früher

Ich habe geschrieben, der Anfang sei klar, „wie so oft“. Denn da war leider die Einmischung eines Wüstlings (eines nichthaitianischen, ganz bestimmt). Hunderte von Adressen habe ich mühsam durchpflügt, und es sind recht viele Unbekannte und Firmen darunter, die mir zum Geburtstagsfest (17. 12. 1932/2015) Glückwünsche gesandt haben. Aber nicht alle gutmeinend; offenbar war ein Eifersuchtspinsel darunter, der hat mir statt Glückwünsche gefährliche Viren geschickt.

Seit dem 17. sind Freunde am Helfen, die haben mir alle wichtigen Wege umgeleitet,  über Schweizer Computer, die sicher sind, danke danke danke! Meiner hier muss noch gelöscht, „gesäubert“ bezw. neu eingerichtet werden, denn die heimtückischen Dinger sind immer noch am Werk. Der Hersteller wollte viel Geld erpressen, aber das bleibt natürlich dort wo es hin gehört, bei den Strassenkindern. Ich habe keins mehr, und Verbrecher unterstütze ich ohnehin nicht, keinesfalls! 

WER AUCH NOCH: der „Onkel“ aus Fernost ist gefragt, und Dani der nach dem Studium aus den USA zurückgekehrte Architekt und Bauingenieur, die sind vor Ort und ratschlagen – doch guter Rat ist teuer … wir hoffen, er bringt Erfolg, für die Kinder.

Zum WIE hab ich schon einiges angetönt. Die Nutzung von Licht und Wind zur Stromerzeugung gehört dazu, wenn das gelingt, müssen wir damit wohl vorerst zufrieden sein. Denn schon jetzt sind ungeheure Kosten entstanden, und es werden noch mehr.

Das WO betrifft die explodierenden Bauland-Preise im Vorland der Mehr-Millionen-Stadt, trotz der unwegsamen Wildnis rundum. Die Menschen bauen sich bis vor die Nase, „Strasse“ gibt es eine einzige, die Motorrad-Pfade zwischen den Hausmauern sind so eng, dass Lenkstangen und Handgriffe beim Durchzwängen beidseits anstehen. Die einzige, NOCH kostspieligere Bauweise ist die in die Höhe. Und erst noch erdbebensicher. Schritt für Schritt eine Kostensteigerung, ja neue Explosion.

WORAUF, auf welchen Untergrund, das ist die schwierigste Frage. Da wird es unbezahlbar. Denn der Untergrund rutscht ab und sinkt ein, völlig ungeeignet für stabile Hochhäuser. Unsere Freunde stehen vor fast unlösbaren Problemen. Umso dankbarer sind wir, dass sie das Feld nicht verlassen haben.

Und wie die Kinder lesen lernten …

Lesen und Schreiben allein genügt nicht zum Überleben.

Ein Leser schreibt: „Ihre Berichte sind wohl die einzigen aktuellen sowie glaubwürdigen überhaupt, welche zur Zeit zu bekommen sind. Herzlichen Dank dafür!“

Und nochmals ein Leser-Kommentar: „Was kann schöner sein als Kinder glücklich zu sehen. Danke dem geschätzten Gast für das Engagement auf Haiti!“

Lesefutter (Christine)

Haiti, Schule ESMONO (Christine)

Haiti, Kontraste und klaffende Klüfte (Christine)

Haïti – Landschaft, Klima, Pflanzen (Christine)

Haiti, Verkehr (Christine)

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