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Überleben in der Abfallwüste

EarthbookV

 

 

 Abfallsammler-verschiedene

Kennst du die Wüste Fatra? „Fatra“ ist das kreolische Wort für Abfall, ein Hauptproblem unserer Welt, nicht nur in Haiti. Eigentlich ind es mehrere Welten, einige habe ich oben gezeigt:s

Zuerst ein Hundeleben, Bücher und Brauchbares sind bereits aussortiert. Die Natur hat jedem was mitgegeben, was er in seiner Umwelt brauchen kann. Beispiel die Hundenase.

Oben unten im Fluss, da sammelt sich der Abfall. Trödler und Abfallsammler machen ihr Geld daraus. Sogar Kinderarbeiter. Von Zeit zu Zeit müssen die prallvollen Säcke ans Trockene geschleppt werden, an der Strasse wartet schon der Karren zum Markt- oder „Grümpelplatz“.

Oben rechts das Polittheater. Ein US-Politiker zieht seine Show ab. Ein Wählerköder, umgeben von Sicherheitskräften (deshalb musste ich bei der Aufnahme aufpassen und man sieht Gummihandschuhe und Sammelspiess schlecht). Sein einheimisches Team ist mit Schaufeln und Stosskarren bewaffnet, besser als mit Pistolen … Ist doch auch eine Art Hundenase!

Unten das Verbrennen des Restmülls. Nach X Generationen „Recycling“. Eigentlich UNSER Problem, das der „Entwickelten“ (wer erzeugt und exportiert sonst die Plastikgüter?). Das der „Unentwickelten“ ist, zu überleben.

Recycling begann schon in der Schule, als wir am Anfang keine Bücher und Buchstaben hatten, wir lernten Buchstaben und Wörter ab Büchsen und Packungen. Das war die erste Stufe, der „Ursprung“ von Grammatik und Mathematik. Beim echten Recycling folgt dann Waschen und Schrubben.

Ich will hier betonen: die Meschen sind äusserst sauber. Sie tragen das Wasser weit, um wenn möglich täglich zu baden und sich zu bürsten und scheuern.

Die zweite „Generation“ ist das Schätzen, wozu man das Ding noch gebrauchen, wo es am meisten Geld bringen könnte; je nachdem wird es auf die „Märkte“ kanalisiert. Den wirklichen Markt, den Flohmarkt, den Trödelhändler, den Fussballplatz auf der Strasse oder sonst einen.

Die letzte „Generation“ ist die nachhaltigste: das Verwenden als Transport- und Aufbewahrungsgefäss für Wasser und Kochgut, als Essgeschirr und Trinkgefäss. Auch mit Lecks und Rissen. Das kann noch Jahre so halten.

Abfall

In unserer Umgebung wird versucht, den Abfall aus den Säcken stückweise zu verkaufen, das brächte wenigstens Geld. Aber niemand hat solches. Also werden die Stücke zum Wiedergebrauch verschenkt. Das ist „Recycling“, funktioniert seit langem, und die Säcke leeren sich auch.

Vom Leeren von Säcken, Sammeln von Abfall aus Landschaft und Flüssen, überall wo man ihn findet, leben Viele: die Abfallsammler, die das gefundene „Gold“ wieder verkaufen. An Reichere, zum Wiedergebrauch. Wenn das gelingt.

„Fatra“ gibt es erst nach vielen „Generationen“. Vorerst Rohstoffe. ALLES wird wieder verwendet. Porzellan- und Steingutgeschirr, Gläser und Töpfereien werden sauber gewaschen und im Schrank ausgestellt, wenn man einen hat. Zur Dekoration oder für besondere Besucher. Täglich blitzblank geputzt und entstaubt.

Verwendet werden defekte Plastikeimer, im oberen Bereich eingerissen oder mit Löchern, Kunststoffbecher und –Bestecke, meist durch mehrere Personen gemeinsam, ich muss kämpfen, dass ich die einzige Ausnahme bleibe. Ich schildere die „Verhältnisse“ in UNSEREM Haus, in den umliegenden ist es NOCH „schlimmer“. Da wird unser „Abfall“ wieder verwendet. Recycling wird gelebt, das war immer so. Recycling seit Generationen. Eigentlich traurig, aus unserer Brille betrachtet.

Manchmal wäre nicht nötig, so zu leben – aber die haben das Sparen im Blut. Ausgeben nur, was unbedingt nötig ist. Und das ist nicht viel. Privat und für die Schule. Die ist ein Heiligtum, der soll es am besten gehen – auf ewig! Respekt vor so viel Idealismus! Ich schliesse mich an, so weit es geht – und das ist ziemlich weit (nebst einem Porzellanteller brauche ich zB. meinen eigenen Löffel und mein Messer).

Du weißt, Platzmangel herrscht, total. Deshalb bauen wir unterirdisch, in die Tiefe. Dank chinesischer Spender können wir das. Jetzt, unmittelbar vor Beginn der Bauarbeiten sind die Müllsäcke wegzuräumen, heisst für viel Geld abzuführen, nicht etwa zu verbrennen, wie leider üblich. Das kostet, aber es tötet wenigstens nicht. Im Gegensatz zum allabendlichen Bild. Dann senden die Abfallfeuer rundum ihren Schein, Gifte schleichen in die Atmosphäre und machen den sogenannten „Blauen Planeten“ zum grauen Ungeheuer, zur „Grauen Beulenkugel“, zum Geoid, schöner ausgedrückt („schön“ ist so, dass es niemand versteht).

Das grosse Sterben steht noch bevor. Der Graue Planet ist hoffnungslos überfüllt wie unsere Schule und bedarf dringend der Hilfe. Natur hilft sich selbst. Es müsste nicht auf diese Weise sein …

 Abfall-Abfuhr von dem was nicht mehr zu gebrauchen ist

 Kostenpfichtig zur staatlichen Abfallstelle gebracht

 Fatra Song (von Olmyda)

 Mad World (Song)

 Tödliche Feuer

 Abfallfeuer ist Gift

 Stop Déchets

 Ramassage des ordures, Gressier

 Fatra tounen chabon – Haiti

 Charbon oublié

 Ordures en fôret

 Haitis Food Crisis

 Haitian Kitchen 1

 Haitian Kitchen 2

 Hilfsgüterzenrale


Texte zum Wählen und Wühlen

Videos von Haitis Strassenkindern

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