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Brief an Michele, Kassierin der ESMONO

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Liebe Michèle, vor einiger Zeit hattest Du die glänzende Idee einer postscolaren Ausbildung, ich glaube mit Crupe zusammen. Darum ist es still geworden. Die Schule ESMONO hat noch die 6. (2016/17) bis 9. Klasse (2019/20) vor sich, dann werden die ersten Schüler entlassen. 10 Jahre Unterricht sind dann erreicht, und man wird sehen, was übrig bleibt. Die Beschränkung auf 400 Schüler bleibt unantastbar. Es wäre schön, wenn bis dann zusätzlich eine Berufsschule, Erwachsenenschule mit Kursen anschliessen könnte, das wäre schon heute möglich.

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Familienbild v.l.n.r. Garry Letang, Direktor des Nationalen Programms der Humanitären Hilfe (National Programme-Aide Humanitaire); Fritz Charles Rektor unserer Schulen ESMONO; meine Wenigkeit genannt „Gründer“ von allem; l’Ambassadeur de Suisse en République d’Haïti Jean-Luc Virchaud; Melissa Charles Leiterin und Architektin unserer Schulen und ihre Tochter Olmyda, Königin und Hoffnung für die Zukunft. Leider gesundheitllich unpässlich Lenna Auda, Leiterin des Bildungszentrums für Alle, auch für Erwachsene.

Der gemeinsame Nenner war bald entdeckt, vielleicht sind wir uns in den 80er-Jahren in afrikanischen Ländern gar schon begegnet. Der Botschafter war damals dort politisch tätig, ich meinerseits hatte mit dem Schweizerischen Lehrerverein zu tun, genauer mit seinem Reisedienst. Beides war äusserst fremdartig und interessant …

Ausser Crupe sehe ich auch die Schweizer Botschaft (Ambassade de Suisse en République d’Haïti, Bureau de la Coopération Suisse und ihr Nationales Programm der Humanitären Hilfe (National Programme-Aide Humanitaire) als erträumte Mitträger. Zumal da wohl baldiger Pothum-Betrieb in Aussicht steht. Die Herren waren diese Woche zugast, was mindestens zeigt, dass ESMONO gesehen wird. Das ist schon einiges wert!

Ich erinnere daran, dass Schweizer Helfer schon seit dem Erdbeben aktiv waren. Hat doch die damalige Botschafterin Mme. Vokral die Grundmauern der Schule gesponsert, auf denen so viel Zukunft entstanden ist.

Die Erwachsenenkurse könnten, im Gegensatz zur Schule 1.-9. Klasse, zu einem bescheidenen Preis angeboten werden, da sie nicht nur Strassenkinder, sondern eine breite Öffentlichkeit interessieren, und die Motorradfahrt oder den Fussmarsch hinunter in die Stadt ersparen würden. Spezialisten, die ihre Kenntnisse weitergeben könnten, wohnen genug im Quartier.

Für die Leitung sehe ich als geeignete Person Frau Lenna Auda, die leider heute krank ist. Sie hat bereits seit Anfang ESMONO erfolgreich als Lehrerin bei uns gearbeitet und Krankenschwester gelernt. Sie muss der Schule erhalten bleiben.

Neben Lesen und Schreiben könnte es je nach Angebot jedwelche Kursthemen geben zB Anstand, Buchhaltung, Coiffeur (Coupe), Computer (Einführung), Englisch, Erdbebensichheit, Fotografie, Filmen, Französisch, Gartenbau/Art Floral, Gestaltung und Kunst, Graben und Schaufeln, Haushalt, Holzbearbeitung (Schreiner), Hygiene und Gesundheit, Kindererziehung, Kleider herstellen (Couture), Kochen und Küche, Kranken- und Altenpflege, Länger leben, Maler, Massage, Mauern und Betonieren, Metallbearbeitung/Schmied, Musik Instrumente, Patisserie, Schmuck und Wohnungsschmuck (Makramee, Broderie, Crochet), Sicherheit, Singen, Sport zB Tennis u.a., Tragen und Transportieren, Zeichnen, Zierpflanzengärtner, Zimmermann.

Die Kurse könnten abends in unseren Räumen stattfinden, und als Lehrer würden interessierte Fachleute aus der Nähe gesucht. Wir haben noch 4 Jahre Zeit für die Vorbereitung. Das kann doch vorläufig genügen. Was denkst Du? Auch unser Präsident ist gefragt.

Lesen und Schreiben ist das Erste, das lernt sich rascher mit Neuen Medien. In den 80er Jahren hat mich die Migros-Gruppe aus dem dunklen Afrika zurückgeholt, fertig war es mit den „dunklen Abenteuern“ des Lehrervereins. Die fanden, man könnte ja noch zum Abschluss „etwas Rechtes tun“. Mir blieben noch 14 Jahre, um Medien zu entwickeln.

Vor allem führte ich in Hunderten von Seminaren Video-Beamer ein, Video-Projektoren, damit kann man alles lernen. Sogar Lesen und Schreiben, da es dafür prachtvolle Filmchen gibt. Die haben wir schon entdeckt; wir warten nur noch auf einen gütigen Spender,

 

Mit herzlichen Grüssen Otti


Entwicklungshilfe

 

Arthur an Otti 18.6.2016

 

Meinerseits bedeutet Stillschweigen: Ich kann es nicht beurteilen. „Bildungszentrum“ ist ein grosses Wort.

 

Christine an Otti 18.6.2016

 

Bildung tut not. Soweit ok. Selbsttragend noch besser. Lenna in die Verantwortung einzubinden, macht Sinn. Sie ist m.E. die kompetenteste Lehrperson in der ESMONO.

 

Michèle an Otti 26.6.2016

 

Die Idee mit dem Bildungszentrum finde ich sehr gut, zumal sie ja selbstfinanzierend sein wird. 

 

Lesen und Schreiben ist immer noch besser, das lernen die Kinder wenigstens richtig!  

Doch Lesen und Schreiben allein genügt nicht zum Überleben. Hilfst Du mit?Pro-Esmono

Ein Leser schreibt: „Ihre Berichte sind wohl die einzigen aktuellen sowie glaubwürdigen überhaupt, welche zur Zeit zu bekommen sind. Herzlichen Dank dafür!

Und ein anderer Leser: Ich finde den Otto Hegnauer seit Jahren eine Wucht… beeindruckend!

Und Otti kontert: Die Wucht sind die haitischen Mitarbeiter. Und eben das Zauberwort: Motivation!

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