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… für die Einen

Kaum war der letzte Blog „Das Leben geht weiter“ gekritzelt, WIEDER ein Schock. Vor ein paar Tagen der vierfache Familienmord; schon wieder marschieren sie an unserem Haus vorbei, die schweren Waffen gezückt und behelmt, die Polizisten.

Sie verschwinden im Nachbarhaus und erscheinen nach Minuten wieder, im Genickgriff den Vater, nach weiteren Minuten ein Sarg, dann ein Trauerzug – in der Ferne noch sichtbar (ich vermied es, aus der Nähe zu knipsen … )

Olmyda ist aus der Schule zurück und erklärt, das sei ihre Freundin gewesen, erst 15; da kann man nicht mehr von Kindstötung oder Infantizid sprechen, da die nur bis 15 „gilt“. So sind die Regeln. Der Tod hält sich nicht an Regeln …

Die Verstorbene hatte nicht von der ESMONO profitiert, die seit Jahren als   „Todesbremse“ wirkt. Auch nicht von unseren Mannapacks, die zeitweilig aus China bezw. dem Himmel geflogen kommen, und jeweils ein paar Kilo Reis enthalten. Und den Hungertod bekämpfen.

Ja, sie hatten Hunger und sonst nichts. Hunger und Armut schienen der traurige Auslöser zu sein, die Familie hatte nichts besessen und konnte sich gegen die Preisexplosion nicht anders helfen.

Unten im Dorf sterben sie täglich an Seuchen oder „normal“, sie haben auch nichts. Sie betteln um Medikamente und Nahrung, aber die sind für „unsere“ 400 Kinder bestimmt. Die Glück im Unglück hatten. Und zum Glück haben wir strikte Statuten, die erlauben es keiner auch noch so „hohen“Person, Geld auszuhändigen, ohne Beschluss das ganzen (Schweizer) Vereins … Traurig, auch Stehlen hilft nicht.

Die Nacht ist unruhig. Um drei Uhr weckt mich ein Riesenradau, ich sehe nach. Die Dächer sind voller Glotzaugen. Ein Dieb sei gefasst und „fertig gemacht“, wir haben ja weder Polizei noch Spital, da oben in den Bergen, da macht man selber, was es braucht.

Sofort beginnt die Trommlerei, rasende Pauken- und Trommelmusik rundum noch nach Stunden, die Sonne klingt längst mit. Zweifellos eine alte Gewohnheit, heute noch gut Dampf abzulassen, die Nerven zu entkrampfen. Für unsere Ohren interessant, wie früher Afrika …

Unsere Schulleiter versuchen, die Schule in Frieden und ruhig zu halten. Das Kunststück gelingt. Es braucht kein Fernsehen mehr.

Schon wieder ein Kind ermordet (Sarg an der Spitze)

 

Lesen und Schreiben ist eine Bedingung für das Erwerbsleben, aber genügt nicht zum Überleben. Hilfst Du mit?

Pro-Esmono

Rückspiegel

„Ottonen“ (Auswahl)

http://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/otto-hegnauer?id=01bc27ba-ffbf-48f4-a5b4-0135acd36ef2 Otti am Fernsehen als Gast von Kurt Aeschbacher

http://www.esmono.ch/esmono-macht-alte-juenger/ Universität und Stadt Zürich

https://www.youtube.com/watch?v=DkrcBmlgOoE Betrunken Gutes tun

https://vimeo.com/höhepunkte

https://www.youtube.com/watch?v=hYva5KeA_mA Otti am Schweizer Tag der Schweizer Botschaft

https://www.youtube.com/watch?v=1qEYQPRsh-c Ottis Odyssee, sein Auftritt am Klassentag

https://www.youtube.com/watch?v=YqISCnOcUt8 Otto Hegnauer Wir sprechen Deutsch

http://www.esmono.ch/otto%20hegnauer/ Otto Hegnauer früher (klick Pfeil Deutsch)

https://vimeo.com/user42699324/videos Otto Hegnauer in Vimeo-Vidos

https://www.flickr.com/photos/29088260@N07/ Otto Hegnauer auf Flickr

https://www.youtube.com/watch?v=tvyDIKzzy2M Otto Hegnauer Alma Zombie

https://www.youtube.com/watch?v=LZSa7jDgsuw Otto Hegnauer Von der Leseratte zum Erlebnisdrachen

https://www.youtube.com/watch?v=8EOOC0KzrvM Haiti Das Fest überbordet

https://www.youtube.com/watch?v=oa2doOgRdgI Triumphzug ins Schulzimmer

https://www.youtube.com/watch?v=1GS7VSNEpow Was man nicht hat das macht man selbst

https://www.youtube.com/watch?v=VYRGWuEMRz0 Aller Anfang ist schwer

https://www.youtube.com/watch?v=KCclN_00q3Y Die Wanze tanzt daneben

http://www.esmono.ch/koeniginnen-die-keine-spesen-machen/ Königinnen die keine Spesen machen

https://www.amazon.fr/Otto-Hegnauer/e/B00JC0Q3O6 Otto Hegnauer livres

https://www.esmono.ch/schatzgrube durchgewurzelt

Leserzuschriften: 

„Ihre Berichte sind wohl die einzigen aktuellen sowie glaubwürdigen überhaupt, welche zur Zeit zu bekommen sind. Herzlichen Dank dafür!“
„Ich finde den Otto Hegnauer seit Jahren eine Wucht… beeindruckend!“
„Wieder so eine unerschütterliche Persönlichkeit, die mir beweist, dass es auch anders funktioniert. Trotz allem was Otto auch widerfahren ist, er blieb stets er selbst und fand nachhaltige Unterstützung für seine Projekte. „Andere haben alles hingeschmissen und die Insel verlassen. Und viele haben sich im Nachhinein von Hispaniola abgewendet und reden heute aus der wiederentdeckten Heimat schlecht wie in Ottos Fall ůber Haiti oder andere über die Dominikanische Republik, weil sie es selber nicht auf die Reihe gebracht haben.“
“ Respekt für Leute wie Otto Hegnauer und all die andern, welche das Leben hier angenommen haben, wie es ist und trotz aller Schwierigkeiten versuchen, das Beste daraus zu machen.“ 

Hilfe an SOGEBANK Haiti Kto. 17-1103-863-6, oder

Pro Esmono, Zürcher Kantonalbank Kto.1100-05239615, IBAN CH52 0070 0110 0052 3961 5, SWIZKBKCHZZ80A. steuerabzugsfähig, danke!

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