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Immer wieder Glück gehabt!

eingeschlossen

(„https://www.youtube.com/watch?v=pbIKMsDauLg&list=PL5EC940DA44B9271D“)
Das erste Bild das „nach Haiti führt“ zeigt eine Rakete, die startet gerade Richtung Himmel. Mit viel Rauch und Getöse. WIR bleiben lieber auf dem Boden, der ist sicherer, selbst wenn es von Zeit zu Zeit bebnet. Wie 2010 geschehen, es war am 12. Januar.
Einige mögen sich erinnern: 14 Jahre lang hatte ich im HH 15, gewütet, auf Gutdeu.tsch „Hochhaus“, und versucht, mit neuen Ausbildungsmedien (zB VideoMIT) auf dem Boden zu bleiben. Das gelang mir nicht immer. Denn in der Zeit gab es auch mehrere Flugunfälle, Abstürze die ich wie üblich überlebte. Einmal war ich sogar selber der Bruchpilot:

Flugunfall

Mit Fragebögen hatte es angefangen, zu tausenden. Da wucherte die Sprache wie sie bei der Zielgruppe üblich war, es hiess etwa „es sollte sich bewegen“, Ausdrücke wie „Film“ waren noch ungeläufig (heute heisst das ja schon wieder anders, „Video“ … ), man musste das verstehen und entsprechend umsetzen. Mit meinen Mitarbeitern entwickelten wir  „VideoMit“, Internet war noch nicht in Sicht.

Videomit

Dann kam die Pensionierung, und ich bin nach Haiti „verdurftet“, ausgerechnet.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr wisst, am 12. Januar 2010 hatte in Haiti ein fürchterliches Erdbeben über 300.000 Menschen in den Tod gerissen und mich völlig unverdienterweise überleben lassen (es kam bei Frank Elstner, Kurt Aeschbacher u.a.). Wenn DAS nicht verpflichtet! Es begann ein neues Leben, ein unbekannter Lebensstil. Ich hatte bisher übertrieben!
Als wohl bald Sterblicher (ich war eben 82 … ) war meine Idee, wenigstens ESMONO unsterblich zu machen, die ECOLE SOLEIL SUR LES MONTAGNES NOIRES (Schule „Sonne über den Schwarzen Bergen“). Das war durch die Gründung einer Stiftung, was mehrere Tausender gekostet hätte, oder eines Vereins möglich, so bleibt dieses Geld den Waisen- und Strassenkindern. PRO ESMONO sollte er heissen, es war gar nicht schwer, die nötigen Freunde in der Schweiz zu finden. So sind Spenden steuerabzugsfähig, das ist auch Kommunikation, nämlich für Normalschweizer die Hauptsache. Und wer würde seine Batzen nicht lieber armen Waisen- und Strassenkindern spenden als Steuern und Staat (siehe http://www.swissfot.ch/htm_public_d/basis/swissfot_2014-10-15.pdf) ?
Mein wunderschönes Traumhaus mit Türmli am Meer war zerbrösmelet und meine Alters-Traumwelt auch. Ich wohne seither bei meiner damaligen Masseuse (keine Angst, sie ist verheiratet und hat 5 eigene Kinder, und noch mehr solche von ihren Schwestern). Für mich begann ein neues Leben, eine neue Lebensweise, bisher völlig unbekannt, in einem kleinen Haus aus Zementblöcken, Wohnfläche 1 Quadratmeter halbiert, gerade Platz für einen Laptop. Der zweite darunter oder abwechslungsweise darauf.
Was brauche ich eine AHV, was andere Güter und eine Rente? Ich lebe, ist das nicht genug? Die Migrosrente hinterliess ich meiner Frau und Kindern, die leben in der Schweiz und in Frankreich, ICH finde es besser hier den Armen vor Ort zu helfen. Ich habe eine AHV, schrieb ein paar Bücher, vermiete einige Links etc., und habe nun auch Freunde und Spender, das alles ist für die Schule. Und die blüht!
Wir haben Kinder aufgenommen, meist eltern- und obdachlose in grosser Zahl, und eine Schule gegründet, das gab es hier nicht. Lesen und Schreiben müssen sie können, das lernten wir anfänglich ab Packungen und Büchsen aus Abfällen. Aus den 40 Kindern wurden bis heute, fünf Jahre später, 250. Danke allen Freunden, die kamen bald, halfen und helfen!
Ich habe gelernt, wie die Armen zu leben. Säuglinge kreischen neben mir um die Wette, suchen mit ausgestrecktem Fäustchen eine Gegenfaust und klopfen sich anschliessend stolz dreimal auf die eigene Brust, es entwickeln sich sprachunabhängig ganz neue Kommunikationsformen (schon beginne ich, sprachlich, auch abzuheben, pardon … ).
Es fing also bei der Sprache an, und das ist bis heute so geblieben. Ja, die suchen und finden. Viele Erwachsene haben das verlernt. Lernen von Säuglingen!
Und schon sind wir beim Thema: kaum können die Menschen einigermassen lesen und schreiben, beginnen sie abzuheben, den Boden unter den Füssen zu verlieren, die Vergangenheit zu vergessen. Die Studierten, Entwickelten, Politiker aus der Diaspora, aus Kanada, Frankreich, den USA und anderen „Schlaraffenländern“, sie wollen nur selber verdienen. Rasch reich werden.

Indessen hat, wegen der Zeitverschiebung und der elend langen Zeit zum Bilderhochlad, bei Euch bereits der 17., mein Gebi, begonnen. Ich wünsche besonders denen, die heute in Züri „Betrunken Gutes tun“, im Namen meiner 250 Kinder alles Glück für die Zukunft,  rufe Euch ein freundschaftliches „PROST“ zu und danke unvorstellbar herzlich für alle Gaben und Spenden: jetzt Kinder, bitte ein HURONENGEBRÜLL!

Migros-Zeitung

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