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Kein Platz für Strassenkinder

Platzmangel

Wie viele Kinder ohne Eltern gibt es auf der Welt?

15 Millionen Kinder ohne Eltern sollen auf der Erde „leben“,  1,5 Millionen wohl allein in Haiti. Statt Strassenkinder – recht- und identitätslos, abschiess- und ausnützbar je nach Lust und Laune, Freiwild, nennt man sie auch RESTAVEK. Das ist kreolisch und heisst auf Gutdeutsch „was übrig bleibt … „, Ungeziefer.

Es passt zu den einstigen Kolonialherren (ich möchte nicht verallgemeinern, es gibt auch gute Geister und Herzen darunter. Etwa die Kirchen aller Sorten und Schattierungen, die helfen um neue Mitglieder zu gewinnen, sonst wären die Religionen ja am Aussterben … ). Und wessen Aufgabe könnte es denn sein, denen zu helfen? Etwa der UN? Mitnichten … So bleibt er bei den „Kirchen“, der „Schwarze Peter“ …

100 Millionen Kinder leben AUF DER STRASSE

NOCH ein Trauma?

Restavek: Slave Children

Restavek

„En Haïti, le phénomène «restavèk» est le fait pour des enfants (âgés généralement entre 6 à 10 ans ou plus) issus de milieux ruraux défavorisés, de laisser leur famille biologique pour venir s’installer dans des «milieux urbains» et des bidonvilles. Ils viennent habiter chez des proches ou des amis de leur famille ou encore chez des personnes sous référence d’un membre de leur famille. Ils sont confiés à ces derniers à partir d’un contrat passé oralement. Les plus grandes clauses de ce contrat sont que ces familles d’accueil acceptent de mettre ces mômes à l’école et de leur procurer une meilleure vie en échange certainement de petits services. Ce qui est problématique.“

(In Haiti besteht das „restavek“ Problem für Kinder zwischen 6-10 Jahren aus benachteiligten ländlichen Gebieten, die ihre biologischen Familien verlassen, um sich in „Urbans“ und Slums niederzulassen . Sie versuchen, bei Menschen mit Bezug zur Familie oder Familienangehörigen zu wohnen. Die Gastfamilien ermöglichen den Kindern allenfalls den Schulbesuch und ein bisschen Leben gegen kleinere Leistungen,. was äusserst problematisch ist.)

Le phénomène des „restavèk“ en Haiti

Für Strassenkinder bleibt kein Platz, selbst und besonders in Haiti. Da herrscht Platzmangel bis zum Geht-Nicht-Mehr. Von einer der uns helfenden Stiftungen erhielten wir dieser Tage einen Fragebogen. Den ich mir zu zitieren erlaube. Denn er zeigt, wie weltfremd unsere Freunde und Helfer oft agieren.

Die Fragen und meine Antworten:

Vorerst: Strassenkinder haben keine Papiere, sonst wären es keine „Strassenkinder“. Die “ Papiere“ werden nach Fantasie erstellt und bei der Anmeldung verlangt. Strassenkinder kennen ihre Eltern nicht, sie entstehen auf der Strasse oder „hinter dem Busch“. Oder die echten Eltern sind gestorben, zB. beim grossen Erdbeben von 2010. Das Problem besteht nicht nur bei ESMONO, sondern weltweit, millionenfach oder mehr. Regierungen und Systeme verlangen etwas, was es gar nicht gibt, und zwingen die Welt zum Lügen, oder alternativ zum Verhungern.

Dieses schweinische Gehaben, nein: selbst ein Schwein verhält sich 1000mal besser als die „Väter“, die einfach Menschen auf die „Strasse“ setzen, wild und gleichgültig, an jeder Regel vorbei – religiös, gesetzlich oder sittlich, wie immer das System auch heisst. Zum Glück gibt es noch ECHTE Menschen, die menschliches Gehaben haben, nicht nur schweinisches. Dazu ein paar Fragen, zugetragen von einem unserer Freunde:

Wieviele Schüler hat ESMONO im Moment genau?

Esmono hat zZ 325 Schüler, die Schlangestehenden und die „Erwachsenen“ nicht mitgerechnet, sonst wären es das Doppelte oder mehr. Nach Realisierung von Bauten möchten wir die Schule auf 500 Kinder und „Kinder“ ausbauen.

Wieviele Klassen sind das? Wieviele Lehrer bzw. Lehrerinnen sind im Moment an der Schule tätig?

Die Schüler werden durch 11 Lehrer bzw. Lehrerinnen in 8 Klassen unterrichtet.

Welche Fächer werden in den jeweiligen Klassen erteilt?

Die allgemeinbildenden Fächer (Muttersprache, Fremdsprachen, Rechnen) werden durch 2 Lehrer/und 9 Lehrerinnen im „première, deuxième, troisième, quatrième, cinquième année fondamentale“ gelehrt, dann kann der Übertritt in kostenpflichtige Schulen unten in der Stadt erfolgen.

Das Erziehungsministerium misst den Erfolg in Tests, die an zuvor unbekannten Tagen im ganzen Land gleichzeitig in je einer Klasse durchgeführt werden; bei uns letztmals in der 4. Klasse (quatrième) am 29. Mai 2015. Das Resultat war mit 100% das höchste, das erreicht werden kann.

Daneben bestehen 3 vollamtliche Lehrstellen für Fachlehrer (guitare, keyboard, sport) und 1 für eine Lehrerin (couture).

Das vollamtliche Personal besteht zur Zeit aus dem Abwart, einer Haushälterin und in 1-2 Monaten werden 4 Köchinnen dazu kommen.

Zu erwähnen wären auch die nebenamtlichen Arbeitskräfte.

Wie alt sind die jüngsten, wie alt die ältesten Schüler?

Die jüngsten Schüler sind 3jährig, die ältesten 21. Unregelmässig kommen Erwachsene jeden Alters dazu. Sie möchten auch lesen und schreiben lernen.

Wenn es sich um Strassenkinder handelt: Wo leben sie, wenn sie nicht gerade in der Schule sind?

„Grossfamilien“ haben sich gebildet, eine Art „Pflegefamilien“. Da werden alle aufgenommen. ESMONO vermittelt und hilft.

Wovon leben sie, wer ernährt sie?

Wasser geben wir in der Schule (2 Zisternen, Trinkwasseraufbereitung ist vorgesehen), Grundnahrung bisher schwierig (Hilfe durch Lehrer und ebenfalls durch die Schule), Nahrungsmittel sind durch andere Stiftungen für alle Familien für 1.5 Jahre gespendet und im „Dachkäfig“ gelagert, können im Rohzustand nicht verzehrt werden, eine Küche wird durch befreundete Stiftungen gebaut, ist aber erst in 2-3 Monaten betriebsbereit, dann wird Personal eingestellt und täglich eine warme Mahlzeit abgegeben.

Hauptproblem: wir haben noch keine Schulbücher, aber die werden kommen.

Was machen sie an Wochenenden, in der Freizeit und in den Ferien?

Mit den anderen Kindern spielen, Ferien auf einstimmigen Wunsch abgeschafft, die Schule geht weiter, die Lehrer arbeiten normal.

Wieviele der Kinder sind Waisen, wieviele Halbwaisen?

Das ist unbekannt, die „Familien“ haben sich gebildet, es sind in unserem Sinne nur Lebensgemeinschaften. Woher effektiv die Kinder stammen, ist unbekannt.

„Sollten Sie die Zahlen nicht haben, so ist das eine Gelegenheit, sie zu ermitteln“.

Eine Arbeitsgruppe von Lehrern ist dran. Strassenkinder haben weder Eltern noch Papiere, wie schon erwähnt.

Elternabend Zeugnisverteilung 30.6.15

Elternabend Zeugnisverteilung 13.4.15

Elternabend, alle da? Oder nur fast? 19. 10. 14

Elternabend 5

 Elternabend 3

 Elternabend 1

 Elternabend, die Lehrer stellen sich vor

Texte zum Wählen und Wühlen

Videos von Haitis Strassenkindern

https://www.facebook.com/ESMONO

Spenden an Pro Esmono, Zürcher Kantonalbank, Kto.1100-05239615, IBAN CH52 0070 0110 0052 3961 5, SWIZKBKCHZZ80A. Danke!

 

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