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Sammlung für ausgehungerte ESMONO

Hast du Geld für einen Kaffee? Im Slum der ESMONO  haben sie seit Wochen nicht mal mehr eigenes Wasser! Regen bleibt aus. Die Zisternen sind leer. Infolge der aktuellen politischen Unruhen, ist es zudem extrem schwierig geworden, Wasser zu kaufen.

Die sonst sehr optimistische Schulleiterin Melissa, die normalerweise alles für die Schule gibt, ist am Resignieren.

Hungersnot im Slum der ESMONO in  Montagne Noir

Der tägliche Kampf ums Überleben steht im Vordergrund. Kilometerweit geht man, um Nahrung zu finden, Melissas Familie kam am Donnerstag, 14.2. 19 ohne Ausbeite, sprich Lebensmittel & Essen nach Hause, erstmals, nicht mal Wasser zu finden. Kaum einer getraut sich, nach Pétion-Ville zu gehen, um versuchen, Essen zu besorgen. Alles, was zu kaufen ist, ist masslos überteuert, 100 bis 150% mehr als 2018 bezahlt man schon nur für eine Seife. Gewalt ist omnipräsent, Geld fehlt komplett. Der öffentliche Verkehr (gefährliche und immer wieder Unfälle verursachende Töfftaxis) liegt lahm. Hilfsgütercontainer sind seit langem nicht erlaubt oder dann schwer besteuert.

Grund für die vielen Manifestationen und gewalttätigen Unruhen ist der Wunsch nach Absetzung der Regierung, die sehr korrupt sein muss; die Veruntreuung der vielen Gelder, man spricht von bis zu 3.8 Milliarden US-Dollar aus dem Petrocaribe-Fonds, die Haïtis Elite eingestrichen haben soll. („Das Geld stammte aus einem Programm, im Rahmen dessen Venezuela sechzehn Staaten der Karibik und Lateinamerikas zu günstigen Konditionen Erdöl verkauft. Es sollte in Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte fliessen; stattdessen füllte es die Taschen der haitianischen Machtelite.“, nzz.ch, 26.11.18)

Am 15.2.2019 war die Bank halbtags offen. Melissa wagte sich in die Stadt, um Geld abzuheben; ab morgens 4 Uhr muss man anstehen, um dran zu kommen. So Gott will, schreibt sie, kann ich am Montag,18.2. nach Hause. Sie hat ein Handy-Video geschickt. Strassensperrungen, weniger Unruhen als den Tag zuvor, wenig Leute auf der Strasse. Hoffen wir auf bessere Zeiten.

Warteschlangen vor der Bank am Freitag, 15.2.2019

Wir leben unheimlich gut hier und sind kaum dankbar dafür.

Liebe ESMONO- und Haïti Wohlgesinnte

Wie ihr allenfalls den Medien und diesem Blogbeitrag entnommen habt, herrscht infolge der grossen Unruhen in Haïti akute und lebensbedrohliche Not, auch – und vor allem in den Slums, auch in Montagne Noir im Schlucht-Slum der ESMONO, unserer Strassenkinderschule.

Ich als bescheidene Mitgründerin der Schule möchte euch nach dringenden Hilferufen von Melissa, der Schulleiterin, einladen, etwas fürs Überleben der Kinder zu spenden. Wie soll man ohne Nahrung in die Schule gehen können und lernen, sollte sie wieder geöffnet werden?

Mit nur einem Klick könnt ihr euch beteiligen. Völlig freiwillig.

– Spendet so viel, ihr möchtet, falls ihr das gerne möchtet.

– Alle Bezahlungen funktionieren sicher mit SofortÜberweisung, VISA, Mastercard oder Giropay.

– Warum Leetchi? Weil es übersichtlich, sicher, transparent und schnell ist.
https://www.leetchi.com/c/esmono

Herzlichen Dank!

Ich habe bereits einen Teil des gesammelten Geldes überwiesen. Melissa ist gerührt und dankt herzlich mit einem aufrichtigen „Vergelt’s Gott“.

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